Fest Taufe des Herrn
Auch die Taufe Jesu ist ein Epiphaniegeschehen: Aufleuchten des sich offenbarenden Gottes. Der Vater nennt Jesus, der sich in die Reihe der Sünder gestellt hat, seinen geliebten Sohn. Der Geist Gottes ruht auf ihm, er wird ihn in die Wüste hinausführen, dann nach Galiläa, Jerusalem, Golgota. In der Kraft dieses Geistes wird Jesus sich als Opfer darbringen für die Sünde der Welt.
Das Wissen, bedingungslos geliebt zu sein, noch bevor die Welt uns ihre Bedingungen vor Augen hält, können uns keine Bücher, Vorträge, Kurse oder Fernsehsendungen vermitteln, denn es ist ein geistliches Wissen, ein Wissen im Glauben, und stammt von Menschen, die uns durch ihr Wort und ihre Tat Gottes Liebe bezeugen. Diese Zeugen können sich in unserer nächsten Nähe befinden, aber auch weit weg von uns leben oder vor langer Zeit gelebt haben. Ihr Zeugnis verkündet die Wahrheit der Liebe Gottes und ruft uns auf, dieser Wahrheit entsprechend zu handeln. (Henri Nouwen)



