Hochfest Christkönig

Das Wort vom „Königtum Christi“ gibt für unser heutiges Verständnis nur ungenügend die gemeinte Wirklichkeit wieder. Gemeint ist der absolute Vorrang Christi, des ewigen Sohnes, in der ganzen Schöpfung. Alles wurde durch ihn geschaffen, er ist die Kraft, die in allem wirkt, und die Mitte der geschaffenen Wirklichkeit.   Offb 5, 12; 1, 6

Christ-König

Christus ist gemeint!
Können Sie sich Jesus mit einer Krone auf dem Kopf vorstellen, als er Zachäus vom Baum herunterholt?
Oder trägt Jesus für Sie eine Krone, als er beim Pharisäer Simon zu Gast ist und ihm die Sünderin mit ihren Tränen die Füße wäscht? Oder als er die Kinder in den Arm nimmt und sie herzt? Oder …

„Ja, ich bin ein König“ (Joh 18,37), der nichts für sich sucht, sondern euer Heil und Glück will.
Ich kämpfe für euch, indem ich heruntersteige und euch heraushole aus Verstrickung und Schuld;
indem ich euch diene, die Füße wasche und meinen Kopf für euch hinhalte, ja mein Leben hingebe.
So ist Er, so lebt Er sein Königsein. Christ-König!

Ich bin gemeint!
Nein, es muss keine Krone aus Gold sein. Bei der Taufe wurden wir zum König gesalbt – welche Würde!
„Er krönt dich mit Barmherzigkeit“, heißt es im Psalm 103, mit Güte, mit Geduld.
Wer diese Krone trägt, braucht weder buckeln noch die Nase hochtragen. Er kann aufrecht stehen, aufrichtig leben.
Wer diese Krone trägt, ist befähigt, wie Jesus „herunterzusteigen“, zu dienen. Er kann Glück und Heil, Freude und Hoffnung schenken, Frieden stiften, Menschen aufrichten und heilen. Wahrhaft königlich.
Ich bin sehr dankbar, Menschen zu begegnen, die so leben. Sie auch? 

Text: Sr. Cornelia Böhm, Niederbronner Schwester, Ordensreferentin

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